Über die Lokomotionstherapie

Die folgenden Kapitel wurden, auch in Anlehnung an das Ausbildungscurriculum, vorbereitet:

  1. Historie und tierexperimentelle Grundlagen
  2. Prinzipien der Lokomotionstherapie
  3. Der Gang des Gesunden und seine Analyse
  4. Der hemiparetische Gang und was messe ich wie?
  5. Ausrüstung (Laufband, Aufhängung, Gurte, Gangmaschinen)
  6. Wie ziehe ich einen Gurt beim schwer-betroffenen Patienten an?
  7. Lokomotionstherapie des nicht gehfähigen hemiparetischen Patienten
  8. Lokomotionstherapie des gehfähigen hemiparetischen Patienten
  9. Lokomotionstherapie des para- tetraparetischen Patienten
  10. Lokomotionstherapie des M. Parkinson Patienten
  11. Lokomotionstherapie des spastischen Kind
  12. Lokomotionstherapie in der Orthopädie
  13. Therapie der fokalen Spastik der unteren Extremitäten
  14. Hilfsmittel wie Stöcke, Orthesen, Elektrostimulation
  15. Ihr Forum
  16. Videothek
  17. Wann und wo finden Kurse zur "Lokomotionstherapie - Methodik und praktische Anwendungen" statt?

Klicken Sie die einzelnen Kapitel an, so erfolgt eine bebilderte Kurzinformation, das ausführliche Manual bekommt jeder Kursteilnehmer bzw. kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro über uns bezogen werden.

Viel Spaß, Freuen uns auf Ihre / Eure Rückmeldungen
Stefan Hesse und Mitarbeiter

nach oben

Fortbildung - Anmelden

Historie und tierexperimentelle Grundlagen

Das Tierexperiment schuf mit der Entdeckung spinaler und supraspinaler Lokomotionszentren die Grundlage für die spätere klinische Anwendung. An deren Anfang stand die Therapie paraparetischer Patienten auf dem Laufband, rasch folgte die Therapie anderer Gruppen wie von Patienten nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Hüftendoprothese, spastsicher Kinderlähmung und M. Parkinson. Gangmaschinen wie der Gangtrainer GT I oder der Lokomat stellen die jüngsten Entwicklungen dar, sie zielen auf die Entlastung der therapeutischen Arbeit. Störtebekers Geschichte, der enthauptet die Reihe seiner Spießgesellen abging, ist wohl fiktiv, da wir Primaten für die Lokomotion auf die Teilunversehrtheit der Faserverbindungen zwischen Gehirn und Rückenmark angewiesen sind.

nach oben

Prinzipien der Lokomotionstherapie

"Wer gehen lernen möchte muss gehen". Dieser Slogan umschreibt am besten das aufgabenspezifisch repetitive Konzept, was der Lokomotionstherapie zu Grunde liegt. Über die Jahre hat ein erheblicher Paradigmenwechsel stattgefunden: früher dominierten tonusinhibierende und das Gehen vorbereitende Übungen im Liegen, Sitz und Stand, heute dagegen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: "wer gehen..."

nach oben

Der Gang des Gesunden und seine Analyse

Was sind basale und seitengetrennte Zyklusparameter, welche Phasen des Gehens können unterschieden werden, und wie messe ich was? Diese und viele Fragen mehr versucht dieses Kapitel zu beantworten.

nach oben

Der hemiparetische Gang und was messe ich wie?

Der hemiparetische Patient geht langsam, wenig ausdauernd und asymmetrisch auf Grund einer verkürzten Standbeinphase des betroffenen Beines. Was gibt es noch für Auffälligkeiten, reicht die Anschaffung einer Stoppuhr zwecks Bestimmung des 10m- und des 6min-Test, oder soll ich mir eine teure Ganganalyse leisten?

nach oben

Ausrüstung (Laufband, Aufhängung, Gurte, Gangmaschinen)

Wie sieht das Angebot an Laufbändern, Aufhängesystemen, Gurten und Gangmaschinen aus? Lohnt sich die Anschaffung einer Neigungsverstellung für das Laufband, was sind die tatsächlichen Vorteile einer sog. dynamischen Entlastung, und wie unterscheiden sich denn der Gangtrainer GT I und der Lokomat?

nach oben

Wie ziehe ich einen Gurt beim schwer-betroffenen Patienten an?

Im Liegen oder schon im Stuhl oder gar schon beim Stehen mit Festhalten. Bilder statt vieler Worte.

nach oben

Lokomotionstherapie des nicht gehfähigen hemiparetischen Patienten

Wir favorisieren den Einsatz von Gangmaschinen, da sie die Arbeit der Therapeuten entlasten und somit eine höhere Übungsintensität erlauben. Die stärkste Evidenz mit mehreren kontrollierten Studien liegt derzeit für den Gangtrainer GT I vor, das Laufband dagegen erwies sich gegenüber einer Physiotherapie, die gleichfalls das Gehen in der Ebene favorisierte, als nicht überlegen.

nach oben

Lokomotionstherapie des gehfähigen hemiparetischen Patienten

Nicht mehr nur die Verbesserung der Gangqualität sondern auch die der Ganggeschwindigkeit und Ausdauer sind wichtige Ziele für diese Patientengruppe. Ideal ist das aerobe Laufbandtraining, der gurtgesicherte Patient läuft auf dem Band so schnell und mit Steigung, dass er eine trainingswirksame Herzfrequenz erreicht. Rückwärts- und Seitwärtsgehen schulen zusätzlich die Koordination.

nach oben

Lokomotionstherapie des para- tetraparetischen Patienten

Der Ursprung der klinischen Laufbandtherapie. Leider konnte eine jüngste Multicenterstudie aus den USA keine Überlegenheit der Laufbandtherapie feststellen. Was ist weiter zu erwarten?

nach oben

Lokomotionstherapie des M. Parkinson Patienten

Freude an der Bewegung, längere Schritte und eine verbesserte Fitness sprechen für die Lokomotionstherapie. Rückwärts- und Seitwärtsgehen können ergänzt werden, um nachweislich das Sturzrisiko zu mindern.

nach oben

Lokomotionstherapie des spastischen Kind

Auch selbst schwer betroffene Kinder können profitieren, zumindest hinsichtlich einer Verbesserung der Kopf- und Rumpfkontrolle. Eine andere Indikation ist die Überwindung einer postoperativen Immobilisation. (DANA-Video)

nach oben

Lokomotionstherapie in der Orthopädie

Kontrollierte Gewichtsentlastung, das effektive Auftrainieren der Glutealmuskulatur bei Patienten mit Z.n. Hüft-TEP und die Ergebnisse einer kontrollierten Studie sprechen für diese noch viel zu wenig genutzte Indikation.

nach oben

Therapie der fokalen Spastik der unteren Extremitäten

Eine im Team abgesprochene effektive Therapie der fokalen Spastik, u.a. mit den Bausteinen Botulinum Toxin A und redressierende Gipse, ergänzen ideal die Lokomotionstherapie.

nach oben

Hilfsmittel wie Stöcke, Orthesen, Elektrostimulation

Mobilitätshilfen sind frühzeitig einzusetzen, sie helfen, dass der Patient möglichst rasch unabhängig das Gehen repetitiv üben kann. Befürchtungen einer Verschlechterung der Gangqualität haben sich nie bestätigt - im Gegenteil!

nach oben

Ihr Forum

Welche Fragen haben Sie an uns? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung

nach oben

Videothek

nach oben

Wann und wo finden Kurse zur "Lokomotionstherapie - Methodik und praktische Anwendungen" statt?

Der nächste Kurs findet in der Klinik Berlin vom bis statt. Die Kursgebühr incl. Abschlusszertifikat beträgt 250 Euro pro Person, Verpflegungsmöglichkeit besteht vor Ort. Die Inhalte des Kurses orientieren sich an dem Manual und schließen praktische Übungen mit ein.

nach oben